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Leben - Sitten

Mit diesen Worten begrüssen Gläubige einander heute: das orthodoxe Ostern ist gekommen.  Tradizionell kauft man einen Kulitsch http://de.wikipedia.org/wiki/Kulitsch oder backt es mit eigenen Händen, was gar nicht Jedem gelingt: der Teig ist zu launisch. Man färbigt gekochte Eier und schenkt sie dann an Verwandten, schmückt mit ihnen den feierlichen Tisch. Irgendwann gab es keine künstlichen Farben für Ostereier, wie heute. Hausfrauen nahmen Zwiebelschale für gelb und braun, benutzten Brilliantgrün, bunten Stoff und Wollfaden - jede Hausfrau hatte eigene Weise es zu machen.

Zur Kirche gehen in modernem Russland nicht alle Menschen, auch weit nicht alle halten das Ostern für ein Fest. Wie andere Kirchenfeier ist dieser Tag eher ein Grund, um Verwandte zu besuchen und ein gemeinsames Essen zu organisieren.

"Christos woskrese! - Woistinu woskres! " - "Christus auferstanden! - Wirklich auferstanden!" Man sagt es nun in Russland ohne religiöse Freude, eher ein wenig sich schämend. Aber Kulitsch und gefärbigte Eier gibt es praktisch auf jedem Tisch:  es schmeckt gut und sieht fröhlich aus. Wir wünschen also allen einen schönen Tag heute, um so mehr, dass der 24. April 2011 ist das Osterfest für alle christlichen Konfessionen.