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Leben - Gesellschaft

Russische Variation – Kuschtschewskaja 2010

Ein südrussisches Dorf Kuschtschewskaja ist eine Staniza der Kosaken, hat gegen 30 Tausend Einwohner und wurde nach dem 2. Weltkrieg durch die Gründung „des Feldes des Kosaken-Ruhmes“ geehrt.  5. November 2010  hat das Dorf schwarz berühmt gemacht. Das, was in der Staniza viele Jahre bei voller Nichteinmischung der Staatsmacht passierte, hat ganzes Russland geschüttelt und Menschen in Schockzustand gebracht.

220 Mädchen und Frauen wurden im Laufe der Jahre von einer Verbrecherbande vergewaltigt.Sie konnten von der Schulbank weggeführt werden, in der Anwesenheit der Professoren; konnten auf der Strasse gefangen und ins Auto geworfen. Wenn ein Mädchen sagte, sehr vorsichtig und höflich, es hat einen festen Freund oder Bräutigam, konnte es in Ruhe gelassen werden. Wenn es sich „nicht richtig“ benahm und sich nicht den Banditen freiwillig ergeben wollte, hatte es keine Chancen der Vergewaltigung zu entgehen.

Eine schwangere Frau wurde von der Bande brutal geschlagen und hat ihr Kind verloren. Sie  ist zur Miliz gegangen und hat gehört, dass es  „nur leichte Gesundheitsschädigung“ war, nichts mehr.
Auf dem Friedhof des Dorfes steht ein Denkmal, dort ist ein Bandit begraben. Jedes Jahr, am Geburtstag von seiner Mutter, wurde ein Businessman ermordet und das Denkmal wurde sorgsam gewaschen. Die Mutter von dem Bandit ist heute in dem Gebiet sehr berühmte Businessfrau, für sie existiert kein Gesetz  und die Miliz salutiert ihr, wenn sie mit unwahrscheinlicher Geschwindigkeit ihr Auto fährt.
Am 5. November wurden in einem Haus in Kuschtschewskaja 12 verbranndte Leichen gefunden. Unter ihnen – 4 Kinder: 9 Monaten, 1 Jahr, 5 und 14 Jahre alt. Bestialisch ermordete Kinder - zwei erstochen, ein erdrosselt. Mit Händen und Füssen erdrösselt. Drei Familien haben sich in dem Haus von Bauer Ametov getroffen, um 4. November zu feiern. Sie wurden in der Nacht am Ort getötet, grausam und gnadenlos. Die in diesem Verbrechen verdächtigen Personen wurden schon verhaftet. Das sind Mitglieder von einer Bande und nun auch der Leiter – Sergej Zapok, dessen Bruder auf dem Friedhof schon Jahre die blutige Ernte sammelt. Als Motiv des schrecklichen Verbrechens ist Rache genannt.
Russische Massenmedien erzählen: die Einwohner der Staniza geben keine Zeugnisse ab,schsiessen Türe vor den Korrespondenten, weil sie schreckliche Angst von Rache haben. Jahre beherrscht die Bande von Zapok unbegrenzt die Umgebung, trainiert jungen Leute, „harte Kerle“, vergewaltigen und töten  – und es gab bisher keine Macht, die sie stoppen konnte.
Komsomolskaja pravda, eine sehr bekannte russische Zeitung, hat vor paar Jahren einen riesigen Artikel publiziert, wo Willkür der Banditen schwarz auf  weiss geschrieben wurde. Keine Reaktion von Behörden, keine Taten von der Miliz. Und nun schweigen die Einwohner der stolzen Staniza, früher so freiheitsliebenden und tapferen Kosaken: wer ein Wort verliert, verliert auch das Leben. Und russische Menschen aus allen Ecken des Landes fragen sich heute: wieviel solche Staniza gibt es noch in Russland, wo Mörder herrschen und Lämmer schweigen…

Aktualisiert (03. November 2011)