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25 Jahre von der Katastrophe in Tschernobyl
Die Menschheit lernt selten aus eigenen Fehlern, wahrscheinlich darum, dass sie keine Gemeinsamkeit ist, ist auf Länder, Rassen, Konfessionen usw. verteilt. Das Geld und Interessen von Mächtigen regieren alle wichtigsten Prozesse in allen Ländern der Welt, politisches Image des Staates steht oft über der Vernunft und Menschlichkeit.
Die Sowjetunion hat friedlich in der Nacht von 25. auf 26. April 1986 geschlafen, wenn ein Reaktor in Tschernobyl explodiert ist. Der Massstab der Katastrophe wurden sehr bald klar, aber die Regierung wollte nicht zugeben, dass so was in UdSSR passieren könnte. Die Evakuation der naheliegenden Gebieten wurde nicht sofort eingeleitet, spezielle Technik ist mit Verspätung gekommen, die Zahl der Opfer unter der Einwohner und „Liquidatoren“ war viel grösser, als es sein sollte und könnte, wenn richtige Massnahmen sofort vorgenommen würden. Die radioaktive Wolke aus Ukraine wurde zuerst in Schweden gemessen und dann in schwedischer Presse erklärt, erst dann haben sowjetische Medien paar Worte über Tschernobyl fallen gelassen. In den Tagen, wenn man nach Moskau todkranke Menschen mit sich ablösender Haut von dort transportierten, hat die Regierung der UdSSR die Maiparade auf dem Roten Platz aufgenommen. Das Renommee des Staates war wichtiger, als Menschenleben – so war es in Russland immer: in Zarenzeiten, in Jahren des 2. Weltkriegs, so war es auch im 1986, wenn Menschen „mit nackten Händen“ gegen brennenden Reaktor kämpften.
Die japanische Katastrophe 2011 zeigt wieder, wie vorsichtig man mit Kernenergie umgehen muss. Und wie illusorisch die Vorstellungen über technische Menschenmöglichkeiten ist. Wie schleppend die Informationen über richtiges Status quo ist. Die Welt schaut mit Aufmerksamkeit Richtung Japan, Leichtsinnigkeit und Panik gehen Hand in Hand. Jemand will kein Sushi mehr in Mund zu legen, Anderer sagt, sein Land in der Mitte Europa ist zu weit von Japan entfernt, um über Cäsium und Kernschmelze zu denken… Allen ist klar, die japanische Wirtschaft hat schweren Verlust getragen, die menschliche Tragödie ist schrecklich. Für Menschen, die Tschernobyl-Katastrophe noch im Gedächtnis haben, bedeutet vieles, ob die Liquidatoren gute Schutzanzüge haben, ob die Bevölkerung die Hilfe rechtzeitig bekommt. Wirtschaftliche Probleme sind schwere Folge von solchen Havarien, eines ist aber klar: Menschenleben ist das Wichtigste, was auf der Erde gibt.

Pripjat: die Stadt, die nicht mehr existiert
http://de.wikipedia.org/wiki/Prypjat_%28Stadt%29
Foto von der Seite http://venividi.ru/node/5301
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