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Per aspera ad astra – durch das Rauhe zu den Sternen
Der 12.April für Russland
Schon drei Tage gehen im Russischen Fernsehen dokumentar- und Spielfilme über die Geschichte der Eroberung des Kosmos, die für meiste Menschen am 12. April 1961 beginnt. Der Name des ersten Kosmonauten Juri Gagarin ist in Russland sehr geehrt
Schon drei Tage gehen im Russischen Fernsehen dokumentar- und Spielfilme über die Geschichte der Eroberung des Kosmos, die für meiste Menschen am 12. April 1961 beginnt. Der Name des ersten Kosmonauten Juri Gagarin ist in Russland sehr geehrt, jedes Jahr lesen Kinder in den Schulbücher über diesem legendären Menschen. Seine Heldentat macht man schon lange berümt, aber erst in letzen Jahren erzählt man auch darüber, wie unsicher und gefährlich war der erste Flug in den Weltraum.
In der USSR-Epoche war es üblich, nur über Erfolge zu erzählen. Das Sicherheitsgefühl, dass das Volk hatte, stammte davon, dass im Land alles richtig und auf bestem Niveau gemacht war, - so berichteten alle Massmedien, so sagte man in der Partei und auf der Komsomolversammlungen, das wurde jedem Kind in jedem Kindergarten erklärt. Nur wenige Menschen wussten, dass der Bote zur Sternen, der wie Noes Taube einen unbekannten Weg prüfen flog, dass sein Rückkehr sehr riskant, ungewiss und von vielen menschlichen und technischen Faktore abhängig war.
Zu viele Dinge waren damals sehr ungefähr getan, wegen Unvollkomenheit der Technik, jeder Flug war ein Experiment, obwohl alle denkbare Situationen vor dem Flug auf der Erde durchgespielt wurden. Ingeneure konnten nicht gleiche Bedingungen, die im Kosmos herrschen, simulieren, darum wurden für den Training spezielle Geräte konstruiert , die alle sinnliche und unsinnliche Teste und Überlastungen nachbildeten. Die schreckliche Vibrationen im Raumschiff „Wostok1“ („Osten“) waren also nicht so unertäglich für den trainierten Gagarin. Der erreichte Orbit war wesentlich höher, als der Vorausgerechneter. Das konnte nicht mehr korrigieren werden, die einzige Hoffnung war, dass das Bremsensystem keinen Fehler macht, ansonsten würde die Raumkapsel zu lange im Kosmos bleiben. Weil es damals nicht möglich war, grösseren Vorrat an Sauerstoff mitzunehmen, würde der Kosmonaut nicht mehr lebendig auf der Erde landen. Es gab bei der Landung unerwartete Probleme: Die Gerätesektion konnte nicht wie geplant von der Raumkapsel getrennt werden, doch Gagarin gelang es, in 7000 Metern Höhe auszusteigen und am Fallschirm sicher zur Erde zurückzukehren. Er setzte wohlbehalten auf einem Acker in der Wolga-Region auf.
Der Weg zu den Sternen ging wirklich durch das Rauhe. Zum Glück ist es alles gut gegangen und weltberühmtes Lächeln von Gagarin hat nach seiner Landung alle Länder umgeflogen.
Die sowjetische Regierung feierte ihren Erfolg. Das Volk war stolz für auf seinen Mitbürger. Andere Kosmonauten, die wussten, in welcher Todesgefahr sich Gagarin befand, hielten für sich für große Ehre, in an nächstem Flug teilzunehmen.
Der Flug wurde aber auch in der Presse (vor Allem Sowjetische Presse) euphorisch aufgenommen. Nachstehend einige Titel von Pressemeldungen: "In dieser Grosstat spiegelt sich der Genius des sowjetischen Volkes, die Stärke der sozialistischen Gesellschaftsordnung" oder "Ruhm den sowjetischen Wissenschaftlern, Konstrukteuren, Ingenieuren, Technikern und Arbeitern - den Bezwingern des Kosmos Wieso wurde aber gerade Gagarin zu diesem Flug ausgewählt? Er war einer unter insgesamt 20! Piloten welche ins Kosomonautentraining aufgenommen wurden.
Die 20 zukünftigen Kosmonauten wurden ab März 1960 im Sternenstädtchen Swjosdny Gorodok ausgebildet. Im Verlaufe des Jahres verringerte sich die Anzahl Kosmonauten auf 10 (Gründe für die Reduktion sind Verletzungen und Disziplinarverstösse). Die restlichen Kosmonauten wurden am 5. April 1961 zum Startgelände in Baikonur geflogen. Dort konnten sie das Originalraumschiff vom Typ Wostok besichtigen. Bei der Wahl des Startenden wurde vom Trainingsleiter General Nikolai Kamanin Juri Gagarin und als Ersatz German Stepanowitsch Titow vor. Nach langen Beratungen der Verantwortlichen wurde Gagarin für die Mission ausgewählt. Welche Gründe für die Wahl von Gagarin gesprochen haben, sind leider nicht genau geklärt. Möglicherweise gaben die einfache Herkunft von Gagarin sowie sein Geburtsjahr, er wurde in dem Jahr geboren als der erste erfolgreiche Test mit einer sowjetischen Flüssigkeitsrakete gestartet wurde, geboren, den Ausschlag für Gagarin. Dies sind aber reine Spekulationen.
Am 27. März 1968 stürzte Gagarin mit einer MiG-15 UTI bei einem simplen Übungsflug in der Nähe von Moskau ab und starb. Mit an Bord war der erfahrene Kommandeur des Pilotentrainingscenters Wladimir Serjogin. Die offizielle Ursache des Absturzes lautete: "Eine unglückliche Verkettung verhängnisvoller Umstände."
Da die MiGs zu jener Zeit noch nicht mit einem Flugschreiber ausgestattet waren, konnten die Ergebnisse der Untersuchungskommission nicht bewiesen werden. Der 30-seitige Report wurde zum Staatsgeheimnis erklärt, er wanderte direkt ins Archiv. Klar war nur eines: Menschliche und technische Fehler galten als ausgeschlossen. Gemunkelt wurde über einen Beinahezusammenstoß mit einem Testballon oder schlechtes Wetter.
Es war die Zeit des Enthusiasmus und der Lüge, der großen Taten und großen Alltagsschwierigkeiten. Man kann sich über spezielle Geschäfte und Hotels für Ausländer erinnern, wo es Ware und Lebensmittel angeboten wurden, die einfachen Menschen nie im Leben gesehen haben; man kann über viele Ungerechtigkeiten und eklige Geheimnisse reden, die damals existierten. Aber jedes Mal, wenn der 12. April – der Tag der Kosmonauten - kommt, erinnert Russland seinen Nationalheld, den einfachen russischen Mann Juri Alexejewitsch Gagarin, - und lächelt.
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Juri_Alexejewitsch_Gagarin
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Aktualisiert (07. Juni 2008)




