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The show must go on?
Am 16. Mai haben die letzen 9 Einsiedler die Höhle unter Pensa verlassen. Zwei Leichen von den gestorbenen Frauen wurden exhumiert und die Einsiedler müssen nun nicht mehr die Psalmen singen, sondern Beweissaussagen für Miliz abgeben.
Die Untersuchung der Toten hat gezeigt, dass eine Frau schon Metastasen hatte, als sie in die Höhle gekommen war, die Zweite hat sie sich selbst zum Tod gebracht, weil sie sogenanntes "trockenes Hungern" gehalten hat: ohne Essen und sogar ohne Wasser. Darüber hat auch am 23. Mai selbst der Lider der Einsiedler Witalij Nedogon in einem Zentralfernsehkanal erzählt.
Die Frau starb vor den Augen ihrer Mitglieder, langsam, schwer. In den letzten Tagen konnte sie nicht mehr sprechen und atmete mit grossen Schwierigkeiten, wollte trotzdem nicht ihr Hungern beenden. Sie ist noch im November gestorben und wurde in der Höhle begraben.
Der Sektenführer Nedogon wurde in die Tallk-Schow "Pust goworjat" des TV Senders ORT eingeladen und als ein erschreckter Gast gefragt hat, ob sie wirklich daneben, wo die Menschen lebten, begraben wurde, hat Nedogon befriedigt geantwortet, dass die Beerdigung so gemacht wurde, wie es sich gehört.
Die zweite Frau hat ihr Lebensende auch sehr bald getroffen: ihr Krebs entwickelte sich schnell ohne Medizinhilfe, sie lebte nur ungefähr 2 Wochen unter dem "heiligen" unterirdischen Gewölbe.
Auf die Frage, warum denn die erwachsene Sektamitglieder die Kinder mitgenommen haben, konnte Nedogon nicht deutlich antworten. Er redete nur darüber, dass alle Ausgegangenen in perfektem Gesundheitszustand waren und die Kinder "wie nach Artek" (Artek ist berühmter Pionierlager der Sowjetunion, befindet sich auf der Krim) aussahen.
Welche Folgen dieser "Pensa-Artek" für die physische und psychische Gesundheit der Kinder in Zukunft haben wird, wollte er nicht erklären. Er hat gesagt, dass alle Sektierten ihre Pässe zerrissen haben, weil es dort Mikrochips gibt, die auf Menschen irgendeinen teuflischen Einfluss haben. Er hat auch erzählt, wie er mit den Kindern auf einem Kasten mit Schiesspulver sass und war bereit alles zu sprengen, wenn man sie zwingt, aus der Höhle auszugehen. Dabei redete er über die Weltrettung und Liebe zu Menschen als wichtigsten Grund des freiwilligen Kerkers.
Die Behörden von Pensa haben entschieden, dass die Höhle nicht mehr existieren darf. Am 21. Mai wurde sie unter der Milizkontrolle gesprengt. Aber die Sekte existiert weiter und beabsichtige wieder eine solche Aktion durchzuführen, nur nicht mehr unter der Erde, sondern in einem normalen Haus. So gut gewerbtes "the show must go on"?
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Aktualisiert (07. Juni 2008)




