| Wissen - Geographie |
Seltsamerweise wissen Menschen in Westeuropa nicht über Baikalsee viel:
es ist der tiefste (über 1700 Meter), der älteste (mehr als 25 Millionen Jahre) und der wasserreichste Süßwassersee der Erde. Seine Wassermenge ist doppelt so groß wie die der Ostsee. Im Übrigen soll der 630 Kilometer lange See an den Ufern komplett abgeholzt und, ökologisch gesehen, total hinüber sein.
Denn wer die Augen schließt und nur für einen Moment nicht aufpasst, der lässt die Seele hier, der wird immer wiederkommen, sagen sie lachend. Weil hier die Welt nicht aufhört, sondern anfängt.
Auf dem Baikalsee gibt es zwei Dutzend Inseln, und wer will, kann tagelang auf dem See unterwegs sein.
Burjatien ist eine multinationale Republik. Dort leben über 60 Nationalitäten und Völkerschaften. In dem bunten Gemisch vieler Nationalitäten sind die größten Bevölkerungsgruppen die Burjaten und Russen. Es gibt aber auch Ukrainer, Weißrussen, Tataren, Ewenken. Insgesamt zählt die Bevölkerung der Republik über 1 Million Einwohner. Aus Wikipedia:
Der Baikalsee ist Teil einer kontinentalen Riftzone (Grabenbruch). Dieses so genannte Baikal-Rift, das sich seit Jahrmillionen von einer Schwächungszone zu einer Riftzone entwickelt hat, erweitert und vertieft sich nach wie vor um jeweils ca. 2 cm pro Jahr.
Weil hier die eurasische und die amurische Platte auseinanderdriften, entstehen Risse in der Erdkruste; bedingt wird dies durch die Kollision der weit südlich vorgelagerten Indischen Platte, die wie ein Keil die zuvor genannten Platten auseinanderdrückt. Die Zone des Baikal-Rifts, welche die größte Schwächung aufweist, liegt im Bereich des Baikalsees.
Der Riss, in dem der See liegt, ist etwa 1.600 km lang, fast 6 km tief und mit Sedimenten aufgefüllt. Daher reicht der Baikalsee „nur“ bis in 1.625 m Tiefe. Damit befindet sich im tiefsten See der Erde auch deren tiefste Kryptodepression.
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Aktualisiert (26. Mai 2008)




